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Arabiensmaragdspint | Merops cyanophrys

Arabische kleine groene bijeneter | Arabian Green Bee-Eater | Abejaruco esmeralda árabe | שרקרק גמדי | Guêpier d'Arabie

Ein sehr kleiner, smaragdgrüner Bienenfresser der Wüstenwadis der südlichen Levante, etwa so groß wie ein Star. Er jagt von einem niedrigen Akazienzweig oder einem Zaundraht aus und kehrt nach jedem Jagdflug auf dieselbe Warte zurück.

Arabiensmaragdspint (Merops cyanophrys)
Hauptfoto · Foto: Artemy Voikhansky — CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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Stimme

Ein trockenes, hohes, rollendes tree-tree-tree oder tit-tit-tit, dünner und schärfer als das volle prruip des Bienenfressers und selten weit tragend. Das ganze Jahr zu hören; Paare antworten einander von benachbarten Zweigen, und ein alarmierter Vogel reiht die Töne zu einem schnellen Schnarren aneinander.

Anhören: RufXC713215

Aufnahme: Guy Kirwan — CC BY-NC-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Bestimmung

Klein und schlank, mit feinem, leicht abwärts gebogenem schwarzem Schnabel, spitzen Flügeln und zwei nadeldünnen mittleren Schwanzfedern, die etwa zwei Zentimeter überstehen; die oben angegebene Länge schließt sie ein. Das Gefieder ist überwiegend grasgrün mit kupferfarbenem Anflug über Flügel und Schwanz. Stirn und Überaugenstreif sind himmelblau, Kinn und Kehle blau, und ein schmaler schwarzer Halbmond quert die Oberbrust. Ein dünner schwarzer Augenstreif trennt Blau und Grün; die Iris ist rot, die Beine sind dunkelgrau. Jungvögel sind matter, haben keine Schwanzspieße und kein schwarzes Brustband.

Verwechslungsarten

Der Blauwangenspint brütet in denselben Tälern und ist die einzige echte Falle: Er ist etwa anderthalbmal so lang, hat eine rotbraune Kehle unter gelbem Kinn und einen blaugrünen Wangenfleck, und seine Schwanzspieße messen sechs bis acht Zentimeter. Der Bienenfresser ist noch größer, kastanienbraun und goldgelb. Die Größe entscheidet, ebenso das Verhalten: Dieser Vogel nutzt eine niedrige Warte wie ein großer Fliegenschnäpper, statt in rufenden Trupps hoch zu kreisen.

Lebensraum

Warme, offene Wüsten- und Halbwüstentäler mit vereinzelten Akazien und Tamarisken, darüber hinaus Dattelgärten, bewässerte Felder, Kibbuzpflanzungen und die Ränder von Fischteichen und Klärbecken. Kahle, pflanzenlose Wüste meidet er. Die Bruthöhle wird in eine niedrige Sandwand, eine Rinnenkante oder einfach in ebenen Sand gegraben, meist einzeln oder in lockeren Gruppen weniger Paare.

Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.

Verbreitung und Zug

Ein Vogel Arabiens und des Sinai, der im Gebiet dieses Führers die Arava, den Negev, die Ufer des Toten Meeres und die Umgebung von Eilat besiedelt, weiter das Wadi Araba, Akaba und die südlichen Wadis. Er breitet sich nach Norden aus, begünstigt durch Bewässerung und Bebauung. Seit 2021 wird er als eigene Art geführt, getrennt von den Smaragdspinten Afrikas und Asiens. Außerhalb der Levante kommt er im Kartengebiet nirgends vor.

  • Jahresvogel
  • Durchzug
  • dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Dichtekarte aus den Nachweisen von GBIF (2006-09-01 – 2026-08-31), gezählt je 0,7°-Rasterzelle und Monat und geteilt durch alle Vogelnachweise in derselben Zelle – so bestimmt die Zahl der Beobachter nicht das Bild. Die Farbtiefe folgt diesem Anteil und läuft allmählich aus, sodass die Karte nicht den Staatsgrenzen folgt. Ländergrenzen: Natural Earth (gemeinfrei).

Wie und wann beobachten

Ein Morgen in der Arava erbringt ihn fast immer: Feldränder und Fischteiche bei Neot Semadar, Yotvata oder Lotan absuchen und Stacheldraht, tote Zweige und Bewässerungsrohre prüfen. Im Winter sitzen die Vögel bis weit in den Vormittag frei und sonnen sich; im Sommer sind die erste und letzte Stunde des Tageslichts am besten.

Gefährdungsstatus

Nicht gefährdet und zunehmend. Bewässerte Landwirtschaft, Gärten und Wasserbecken haben Insekten und Warten in eine Wüste gebracht, die beides nicht hatte, und die Art ist dadurch stetig nach Norden vorgerückt. Schädlich sind das Einebnen und Verfüllen der niedrigen Sandböschungen, in die sie ihre Röhren gräbt, und der Insektizideinsatz auf den bewässerten Feldern.

Wissenschaftlicher Name

Merops cyanophrys | (Cabanis & Heine, 1860)

Cabanis & Heine beschrieb die Art 1860 als Philothrus cyanophrys; weil sie später in eine andere Gattung gestellt wurde, stehen Autor und Jahr in Klammern. Die Gattung Merops wurde 1758 von Linnaeus eingeführt. Merops ist griechisch und bedeutet ‚Bienenfresser‘. cyanophrys ist griechisch, von kuanos ‚dunkelblau‘ und ophrus ‚Augenbraue‘, nach dem blauen Streif über dem Auge. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Al Qunfudhah in Saudi-Arabien.