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Birkenzeisig | Acanthis flammea

Grote barmsijs | Common Redpoll | Pardillo sizerín | תפוחית שחורת-סנטר | Sizerin flammé

Der Birkenzeisig ist der kleine, gestreifte Fink mit karminroter Stirn und schwarzem Kinn, der in Trupps an Birken- und Erlenkätzchen hängt. Alpen- und Taigabirkenzeisig gelten seit 2025 als eine Art; alles Folgende betrifft daher beide Formen.

Birkenzeisig (Acanthis flammea)
Hauptfoto · Foto: Jyrki Salmi — CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

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Stimme

Der Flugruf ist ein hartes, trockenes, schnelles Schnarren chett-chett-chett, das man von einem überfliegenden Trupp zuerst hört; daneben ein gedehntes, nasales tsooeee. Der Gesang besteht aus diesem Schnarren, durchsetzt mit Trillern, oft vorgetragen in einem langsamen Singflug mit steifen Flügelschlägen über den Birken, von April bis in den Juli.

Anhören: GesangXC1157223

Aufnahme: Teet Sirotkin — CC BY-SA 4.0 · xeno-canto

Bestimmung

Klein und gestreift, mit kurzem, gekerbtem Schwanz, kleinem gelbem Kegelschnabel, karminroter Stirn und schwarzem Kinnfleck. Im Frühjahr zeigt das Männchen einen rosa Anflug auf Brust und Bürzel. Zwei helle Flügelbinden, feine Streifung an Flanken und Unterschwanzdecken. Die Formen unterscheiden sich im Farbton: die nördliche flammea ist größer, kalt grauweiß und wie bereift, die mitteleuropäische cabaret kleiner, warm braun und dunkel.

Verwechslungsarten

Innerhalb der Art trennen Bürzel und Schnabel die beiden Formen. Die nördliche flammea hat einen breiten weißlichen Bürzel mit nur feinen Streifen, eine weiße Flügelbinde und eine kalt weiße Grundfarbe; cabaret hat einen braunen, deutlich gestreiften Bürzel, eine bräunlich-gelbe Flügelbinde und eine warm dunkle Grundfarbe und ist merklich kleiner. Der Schnabel von flammea wirkt länger und feiner, der von cabaret kürzer und stumpfer. Außerhalb der Art kommt vor allem der Erlenzeisig in Frage, der gelbgrün statt braun ist und weder rote Stirn noch schwarzes Kinn hat.

Lebensraum

Brütet in Birkenwäldern und Birkengebüsch, in Weiden- und Erlenbruch, in jungen Nadelholzpflanzungen und in der Zwergbirkenzone an der Baumgrenze. Außerhalb der Brutzeit sucht er Birken und Erlen an Bächen und Teichen ab, Brachflächen mit Melde und Gärten mit Nigersaat.

Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.

Verbreitung und Zug

Brütet im gesamten Nordeuropa, von Island und Nordskandinavien weit nach Osten, außerdem in den Alpen, auf den Britischen Inseln und im Tiefland an der südlichen Nordsee – dort vorwiegend in der kleinen dunklen Form. Im Winter streift er nach Süden, in manchen Jahren invasionsartig bis Mittel- und Südeuropa, in anderen kaum; im Mittelmeerraum selten, mit einzelnen Winternachweisen im Norden der Iberischen Halbinsel.

  • Jahresvogel
  • Brutvogel (Sommer)
  • Winter
  • Durchzug
  • dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Dichtekarte aus den Nachweisen von GBIF (2006-09-01 – 2026-08-31), gezählt je 0,7°-Rasterzelle und Monat und geteilt durch alle Vogelnachweise in derselben Zelle – so bestimmt die Zahl der Beobachter nicht das Bild. Die Farbtiefe folgt diesem Anteil und läuft allmählich aus, sodass die Karte nicht den Staatsgrenzen folgt. Ländergrenzen: Natural Earth (gemeinfrei).

Wie und wann beobachten

Von November bis März eine Birkenreihe auf Sandboden oder einen Erlensaum an einem Teich aufsuchen und zuerst hinhören: Das trockene Schnarren hebt sich von den Rufen der Erlenzeisige ab. Dann jeden Vogel auf den Bürzel prüfen – das erfordert Geduld, da er nur zu sehen ist, wenn der Vogel sich dreht – und auf den Gesamtfarbton achten. Ein tatsächlich weißer, bereift wirkender Vogel in einem Trupp warm brauner ist die nördliche Form.

Gefährdungsstatus

Weltweit nicht gefährdet (IUCN: Least Concern). Auf den Britischen Inseln und an der südlichen Nordsee nahm die kleine dunkle Form in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts stark zu und ging danach wieder zurück, parallel zur Anpflanzung und anschließenden Alterung von Nadelholzforsten. Die nördliche Population ist groß und schwankt mit der Samenmast von Birke und Fichte.

Wissenschaftlicher Name

Acanthis flammea | (Linnaeus, 1758)

Linnaeus beschrieb die Art 1758 als Fringilla flammea; weil sie später in eine andere Gattung gestellt wurde, stehen Autor und Jahr in Klammern. Die Gattung Acanthis wurde 1797 von Borkhausen eingeführt. Acanthis ist altgriechisch: akanthis war bei den antiken Autoren der Name eines kleinen Vogels, der sich nicht mehr sicher bestimmen lässt. flammea bedeutet lat. ‚flammenfarbig‘, nach dem Rot an Scheitel und Brust. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Norrland in Schweden.