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Zippammer | Emberiza cia

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Die Ammer sonniger, steiniger Berghänge: ein aschgrauer, schwarz gestreifter Kopf über einem ungestrichelten orangebraunen Bauch. Sie hüpft von Felsblock zu Terrassenmauer und zeigt sich erst aus der Nähe richtig.

Zippammer (Emberiza cia)
Hauptfoto · Foto: Nikola Veljković — CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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Stimme

Der Gesang ist eine hohe, dünne, schnelle Reihe zischender Töne und Ticklaute, schneller und unregelmäßiger als bei der Goldammer und im Klang der Heckenbraunelle ähnlich: tsi-tsi-tsirri-tsi-tsu. Das Männchen singt von März bis in den Juli von einer Felsspitze, einer Mauer oder der Spitze eines niedrigen Buschs. Rufe: ein dünnes, scharfes tseee und ein kurzes tsip.

Anhören: GesangXC1143449

Aufnahme: Tanguy Loïs — CC BY-SA 4.0 · xeno-canto

Bestimmung

Eine schlanke, langschwänzige Ammer. Der Kopf des Männchens ist blass blaugrau mit drei scharfen schwarzen Streifen: an der Scheitelseite, durch das Auge und unter der Wange. Kehle und Brust sind grau, die übrige Unterseite ungestrichelt orangebraun. Der Mantel ist rotbraun mit schwarzen Strichen, der Bürzel warm zimtfarben, und die äußeren Schwanzfedern sind weiß. Das Weibchen ist eine mattere Ausgabe mit denselben Kopfstreifen; Jungvögel sind an der Brust fein gestrichelt, zeigen aber bereits den zimtfarbenen Bürzel.

Verwechslungsarten

Keine andere Ammer der Region hat einen grauen Kopf mit drei schwarzen Streifen über einem ungestrichelten orangebraunen Bauch. Die Goldammer hat Gelb im Gesicht und einen kastanienbraunen Bürzel; die Zaunammer hat einen olivgrauen Bürzel und gestrichelte Flanken; die Hausammer, deren Verbreitungsgebiet sich nur im Maghreb mit dem der Zippammer überschneidet, ist kleiner und kurzschwänziger, mit fein weiß gestricheltem Kopf und ohne die kräftige schwarze Bänderung. Im Flug wirkt sie wie eine lange, schmale Ammer mit weißen Schwanzseiten.

Lebensraum

Sonnige Felshänge mit Geröll, verlassenen Terrassenmauern und vereinzelten Büschen, Schluchtflanken, alte Weinberge in steilem Gelände sowie lichter montaner Kiefern- und Eichenwald mit viel offenem Fels. Von Meereshöhe bis über zweitausend Meter; im Winter steigt sie in tiefere Täler, Weinberge und an Dorfränder hinab.

Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.

Verbreitung und Zug

Die Gebirge Südeuropas und Nordwestafrikas: die Iberische Halbinsel – fast jedes Gebirge, vom Kantabrischen Gebirge und den Pyrenäen bis zur Sierra Nevada –, die Alpen, der Apennin, der Balkan bis zu seiner Südspitze und weiter durch Anatolien, die Gebirge der Levante und die Atlasketten des Maghreb. Überwiegend Jahresvogel, mit einer Höhenwanderung, die im Winter die höchsten Hänge leert. Nördlich der Alpen ist sie ein seltener Gast.

  • Jahresvogel
  • Brutvogel (Sommer)
  • Winter
  • Durchzug
  • dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Dichtekarte aus den Nachweisen von GBIF (2006-09-01 – 2026-08-31), gezählt je 0,7°-Rasterzelle und Monat und geteilt durch alle Vogelnachweise in derselben Zelle – so bestimmt die Zahl der Beobachter nicht das Bild. Die Farbtiefe folgt diesem Anteil und läuft allmählich aus, sodass die Karte nicht den Staatsgrenzen folgt. Ländergrenzen: Natural Earth (gemeinfrei).

Wie und wann beobachten

Im April früh am Tag einen nach Süden gerichteten Hang mit Terrassen und Felsblöcken abgehen und auf einen Vogel achten, der von Stein zu Stein hüpft; der dünne Gesang kommt meist von einer vorstehenden Spitze. Still stehen und warten – sie ist nicht scheu, wird aber bei der Nahrungssuche am Boden leicht übersehen. Im Winter ist ein alter Weinberg unterhalb des Gebirgsrands die beste Wahl.

Gefährdungsstatus

Weltweit nicht gefährdet (IUCN: Least Concern) und in den meisten Teilen ihres Verbreitungsgebiets häufig. Am Nordrand des Verbreitungsgebiets hat sie abgenommen, als Terrassen und Steillagen-Weinberge aufgegeben wurden und zuwuchsen. Wo Beweidung, Lesesteinhaufen und offenes Felsgelände erhalten bleiben, hält sie sich gut.

Wissenschaftlicher Name

Emberiza cia | Linnaeus, 1766

Linnaeus beschrieb die Art 1766 und stellte sie gleich in die Gattung, in der sie noch heute steht. Die Gattung Emberiza wurde 1758 von Linnaeus eingeführt. Emberiza stammt aus dem Althochdeutschen, von Embritz, einer Bezeichnung für eine Ammer. cia geht auf einen italienischen Regionalnamen für diesen Vogel zurück, zu zirlare ‚zirpen‘. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Niederösterreich.