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Waldschnepfe | Scolopax rusticola
Houtsnip | Eurasian Woodcock | Chocha perdiz | חרטומן יערות | Bécasse des bois
Die Waldschnepfe ist eine Schnepfe, die im Wald lebt: ein großer, rostbraun marmorierter Vogel, der den Tag regungslos im Falllaub verbringt. Meist sieht man sie erst, wenn sie vor den Füßen polternd auffliegt und zwischen den Stämmen davonschwenkt.
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Stimme
Beim Balzflug über dem Wald, dem Schnepfenstrich, gibt das Männchen eine Reihe von drei oder vier tiefen, grunzenden orrt orrt orrt-Lauten von sich, gefolgt von einem scharfen, hohen tsiwick. Zu hören von März bis Juli in den letzten zwanzig Minuten vor Einbruch der Dunkelheit und wieder im ersten Licht; sonst ist die Art stumm.
Aufnahme: ChristianSW — CC0 · Wikimedia Commons
Bestimmung
Schwer und gedrungen, mit kurzen Beinen, breiten, gerundeten Flügeln und langem, geradem Schnabel. Das Gefieder ist wie totes Laub in Rostbraun, Schwarz und Grau marmoriert, und der Scheitel ist quer gebändert statt längs gestreift; das große Auge sitzt hoch und weit hinten. Im Flug bewegt sie sich langsam und eulenartig mit abwärts gerichtetem Schnabel; Sommer- und Winterkleid sind gleich.
Verwechslungsarten
Die Bekassine bereitet nur bei schlechter Flugbeobachtung Schwierigkeiten: Sie ist viel kleiner und schlanker, mit Längsstreifen am Scheitel, spitzen Flügeln und einer schnellen Zickzackflucht mit kratzendem Ruf. Die Waldschnepfe ist größer, rostfarbener und viel breitflügeliger und fliegt lautlos und langsam ab, tief zwischen den Stämmen hindurchschwenkend.
Strandläufer, Wasserläufer und Schnepfen vergleichen: Schnabel, Beine, Flügelbinde und Bürzel
Lebensraum
Feuchter Laub- und Mischwald mit tiefer Laubstreu, lichtem Unterwuchs und nassen Stellen: Erlenbruch, Gräben und kleine Bäche. Tagsüber ruht sie am Waldboden und fliegt in der Dämmerung auf offenes, feuchtes Grünland, um nach Regenwürmern zu stochern. Bei strengem Wetter weicht sie an Waldränder und Hecken aus.
Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.
Verbreitung und Zug
Brütet in ganz Nord-, Mittel- und Osteuropa und weiter südlich im Gebirge. Im Winterhalbjahr treffen große Zahlen aus Skandinavien und Osteuropa ein. Die Iberische Halbinsel ist eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete Europas, mit vielen Vögeln in Galicien, den kantabrischen Wäldern und den Dehesas.
- Jahresvogel
- Brutvogel (Sommer)
- Winter
- Durchzug
- dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Wie und wann beobachten
Von Mitte März bis Mai zwanzig Minuten vor Sonnenuntergang an einer Lichtung oder einer Kreuzung breiter Schneisen stehen und gegen den hellen Himmel schauen, wenn streichende Männchen mit langsamen, gemessenen Flügelschlägen vorbeiziehen. Im Herbst findet man Vögel tagsüber, indem man langsam durch feuchten Wald mit tiefem Laub geht.
Gefährdungsstatus
Weltweit noch zahlreich, in Westeuropa jedoch rückläufig durch Austrocknung und Zersplitterung von Wäldern, Störungen und sehr hohen Jagddruck im Überwinterungsgebiet. Strenge Fröste können zudem örtlich eine hohe Sterblichkeit verursachen.
Wissenschaftlicher Name
Scolopax rusticola | Linnaeus, 1758
Linnaeus beschrieb die Art 1758 und stellte sie gleich in die Gattung, in der sie noch heute steht. Er führte die Gattung Scolopax in derselben Arbeit ein. Scolopax ist das lateinische Wort für eine Schnepfe oder Waldschnepfe, von Linnaeus als Gattungsname übernommen. rusticola ist der lat. Name eines Feldvogels, der bei Plinius dem Älteren und Martial erwähnt wird. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Schweden.



