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Star | Sturnus vulgaris
Spreeuw | Common Starling | Estornino pinto | זרזיר מצוי | Étourneau sansonnet
Der Star ist ein kantig wirkender, kurzschwänziger Singvogel, der aus der Nähe metallisch grün und purpurn glänzt und aus der Ferne einfarbig schwarz aussieht. Im Winter bildet er über Röhrichten Schlafplatzschwärme von Tausenden Vögeln.
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Stimme
Der Gesang ist ein langes, ratterndes Gemisch aus Klicklauten, Zwitschern und gleitenden Pfiffen, mit einem kennzeichnenden hohen, gedehnten tseeeeoo, vorgetragen mit zitternden Flügeln, durchsetzt mit Imitationen von Großem Brachvogel, Mäusebussard oder einer Autoalarmanlage. Vor allem Januar bis Juni zu hören. Der Flugruf ist ein kurzes, heiseres tcherr.
Aufnahme: Marie-Lan Taÿ Pamart — CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Bestimmung
Kompakt, mit kurzem Schwanz, spitzen, dreieckigen Flügeln und geradem, spitzem Schnabel. Brutkleid glänzend schwarz mit Grün und Purpur, Schnabel gelb (Basis beim Männchen blaugrau, beim Weibchen rosa). Winterkleid dicht mit weißen Flecken übersät, Schnabel dunkel. Jungvögel sind einheitlich mausbraun mit heller Kehle und mausern im Herbst fleckenweise ins gepunktete Kleid.
Verwechslungsarten
Amseln sind schlanker, langschwänzig und hüpfen; Stare laufen schnell und aufrecht. Auf der Iberischen Halbinsel ist der Einfarbstar die eigentliche Herausforderung: Er ist im Sommer ungefleckt schwarz mit langen, struppigen Kehlfedern, im Winter viel weniger gefleckt, mit längerem Schnabel und deutlich struppigerem Bauch.
Lebensraum
Höhlenbrüter: Baumhöhlen, Nistkästen, Hohlmauern, Dachziegel und hohle Straßenlaternen. Sucht auf kurzem Gras, Weiden, Sportplätzen und frisch gemähten Äckern nach Nahrung, indem er den Schnabel in die Grasnarbe stößt und dann aufsperrt. Außerhalb der Brutzeit schläft er in Röhrichten, jungen Pflanzungen oder Stadtbäumen.
Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.
Verbreitung und Zug
Brütet in ganz Europa; nördliche und östliche Bestände ziehen nach Westen und Südwesten. In Nordwesteuropa ganzjährig anwesend, mit starkem Zuzug im Herbst. Auf der Iberischen Halbinsel brütet er vor allem im Norden, während der Einfarbstar ihn andernorts als Brutvogel ersetzt; im Winter strömen nördliche Stare über die ganze Halbinsel.
- Jahresvogel
- Brutvogel (Sommer)
- Winter
- Durchzug
- dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Wie und wann beobachten
Im November und Dezember eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang zu einem großen Röhricht oder einem Schlafplatz in der Stadt gehen und sich mit dem Wind im Rücken aufstellen, sodass die Schwärme vor dem letzten Licht kreisen. Im Frühjahr zeigen sich singende Männchen früh am Morgen am besten auf einem Schornstein oder einer Fernsehantenne.
Gefährdungsstatus
Weltweit nicht gefährdet (IUCN: Least Concern), in Nordwesteuropa aber stark zurückgegangen. Der Verlust kräuterreichen Graslands, intensivere Mahd, weniger Bodenwirbellose und das Verschließen von Nisthöhlen bei Dachsanierungen sind die Hauptursachen.
Wissenschaftlicher Name
Sturnus vulgaris | Linnaeus, 1758
Linnaeus beschrieb die Art 1758 und stellte sie gleich in die Gattung, in der sie noch heute steht. Er führte die Gattung Sturnus in derselben Arbeit ein. Sturnus ist das lateinische Wort für ‚Star‘. vulgaris ist lat. für ‚gewöhnlich, häufig‘. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Schweden.




