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Waldkauz | Strix aluco

Bosuil | Tawny Owl | Cárabo común | לילית מצויה | Chouette hulotte

Bei weitem die häufigste Eule rund um die südliche Nordsee. Sie ist Standvogel und so ortstreu, dass ein Paar über Jahre denselben Wald, Park oder Friedhof besetzt halten kann.

Waldkauz (Strix aluco)
Hauptfoto · Foto: Andreas Trepte — CC BY-SA 2.5 · Wikimedia Commons

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Stimme

Zwei Rufe. Das revieranzeigende Männchen ruft ein gedehntes hoo-hoo … huhuhoooo mit tremolierendem Ende; das Weibchen antwortet mit einem scharfen, hohen ke-wick. Am rufaktivsten von Oktober bis Februar, in den ersten Stunden nach Einbruch der Dunkelheit und wieder kurz vor Sonnenaufgang.

Anhören: Gesang, rufendes MännchenXC583836

Aufnahme: Alvaro Ortiz Troncoso — CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Bestimmung

Gedrungene, großköpfige Eule ohne Federohren, mit rundem, einfarbigem Gesicht und ganz schwarzen Augen. Es gibt eine graubraune und eine rotbraune Morphe, beide unterseits kräftig gestreift und mit einer hellen Reihe weißer Schulterflecken über dem Rücken. Im Flug breit- und rundflügelig, mit langsamen und völlig geräuschlosen Flügelschlägen.

Verwechslungsarten

Waldohreule: schlanker, mit orangefarbenen Augen, Federohren und schmalerem Gesicht; im Flug längere, schmalere Flügel und mehr Gleitflug. Der Uhu ist viel größer und hat kräftig orangefarbene Augen. Die Stimme entscheidet: Die Waldohreule ruft ein gleichförmiges, gehauchtes oo, der Waldkauz einen gedehnten, tremolierenden Ruf.

Lebensraum

Alter Laubwald mit Höhlenbäumen, aber ebenso Gutsanlagen, Parks, Friedhöfe und alte Stadtgärten mit starkem Baumbestand. Braucht Höhlen oder Nistkästen und einen abwechslungsreichen Unterwuchs mit vielen Mäusen; fehlt in Irland und in weiten Teilen des offenen Polderlands.

Wo der Vogel vor allem zu Hause ist, eingeteilt nach EUNIS – dem europäischen Standard für Lebensräume.

Verbreitung und Zug

Fast ganz Europa außer Irland, Island und Nordskandinavien. In Nordwesteuropa häufig auf Sandböden und in alten Parks bis in die Städte; im Mittelmeerraum zahlreich in Eichen- und Buchenwäldern, Bergkiefernwäldern und Dehesas. Standvogel, der selten weit umherstreift.

  • Jahresvogel
  • Brutvogel (Sommer)
  • Winter
  • Durchzug
  • dunkel = Kerngebiet, hell = dünn verbreitet
Dichtekarte aus den Nachweisen von GBIF (2006-09-01 – 2026-08-31), gezählt je 0,7°-Rasterzelle und Monat und geteilt durch alle Vogelnachweise in derselben Zelle – so bestimmt die Zahl der Beobachter nicht das Bild. Die Farbtiefe folgt diesem Anteil und läuft allmählich aus, sodass die Karte nicht den Staatsgrenzen folgt. Ländergrenzen: Natural Earth (gemeinfrei).

Wie und wann beobachten

Von Oktober bis Dezember eine Stunde nach Sonnenuntergang still am Rand eines alten Waldes oder Parks stehen und lauschen; der Ruf trägt Hunderte von Metern weit. Im Februar und März sitzen rufende Paare oft in der Krone eines abgestorbenen Baumes.

Gefährdungsstatus

Weltweit nicht gefährdet (IUCN: Least Concern). In Europa im Allgemeinen stabil, mit örtlichen Rückgängen, wo alter Laubwald und Höhlenbäume verschwinden. Zu den Gefährdungen zählen das Fällen von Brutbäumen, Sekundärvergiftung durch Rodentizide und Kollisionen an Straßen durch Wälder; rufende Vögel werden zur Brutzeit außerdem durch das Abspielen von Klangattrappen gestört.

Wissenschaftlicher Name

Strix aluco | Linnaeus, 1758

Linnaeus beschrieb die Art 1758 und stellte sie gleich in die Gattung, in der sie noch heute steht. Er führte die Gattung Strix in derselben Arbeit ein. Strix ist das lateinische Wort für ‚Eule‘; in der antiken Überlieferung war die strix ein Nachtvogel, der das Blut von Säuglingen trinken sollte. aluco kommt von ital. allocco ‚Waldkauz‘, das auf lat. ulucus ‚Kreischeule‘ zurückgeht. Das Exemplar, auf dem die Erstbeschreibung beruht, stammte aus Schweden.